El Cabeceo

December 2017

Bahia blanca - Carlos di Sarli
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Temo - Orquesta Tipica Victor
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Tango

Vals

Milonga sentimental - Francisco Canaro
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Milonga

Was ist das?

Geboren und typisch für Buenos Aires kann der „Cabeceo“ zunächst einfach nur als „Bewegung des Kopfes“ übersetzt werden. Er tauchte erstmals in den 1930er Jahren auf, als der Tango immer beliebter wurde. Der Cabeceo erlaubt es der Frau, die Tanzeinladung eines Mannes anzunehmen oder aber abzulehnen, ohne ihn – im Falle der Ablehnung- vor dem gesamten Milongapublikum lächerlich zu machen. Vor der Einführung des Cabeceos kam es oft zu Problemen und teilweise blutigen und tödlich endenden Kämpfen zwischen den konkurrierenden Männern, da der abgewiesene Mann sich in seiner Ehre gekränkt fühlte - und „die Ehre“ steht für einen Argentinier an erster Stelle.

Der Ablauf von Mirada und Cabeceo ist einfach: wenn zwei Personen miteinander tanzen möchten, schauen sie sich an bzw, versucht eine der Personen Blickkontakt zur „auserwählten“ Person aufzunehmen. Blickt diese zurück, kann du sie mit einem leichten Nicken, dem „Cabeceo“ einladen. Ist sie einverstanden, antwortet sie ebenfalls mit einem Cabeceo. Möchte sie nicht mit dir tanzen, wird sie nicht antworten, keiner hat es mitbekommen und deine „Ehre“ ist gewahrt. Das gilt für Männer ebenso wie für Frauen.

Mit dem wachsenden Erfolg des Tango kamen auch die „códigos de la milonga“ auf. Zunächst gab es keine speziellen Regeln. Die erste war, sich in der Tanzrichtung (gegen den Uhrzeigersinn) zu bewegen, später dann, den Abstand zum nächsten Paar zu wahren, die Tanzlinien bzw. -spuren zu respektieren etc.

Der Tango ist ein sozialer Tanz. Das heißt, du solltest in dem Bewusstsein, dass du den Raum mit anderen teilst, tanzen und dich gegenüber deinen Mittänzern respektvoll und sozial verhalten. Der Tango ist ein Tanz der Freiheit, der auf Improvisation beruht, aber: deine Freiheit hört dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.

© 2017 by Naranjo en Flor Tangoschule in Regensburg